Die Steuerfehler der Existenzgründer

Ratgeber Selbstständigkeit

Falsche Rechtsform. Viele junge Unternehmen starten als GmbH. Nun fällt Lohnsteuer für das Geschäftsführergehalt an, obwohl das junge Unternehmen noch gar keinen Gewinn erzielt.

Zu niedrige Steuervorauszahlungen. Nach Gründung des Unternehmens dauert es normalerweise zwei Jahre, bis der erste Einkommensteuerbescheid vorliegt. Bei zu niedrigen Einkommensteuer-Vorauszahlungen können Einkommensteuer- Nachzahlungen für zwei bis drei Jahre das Unternehmen ruinieren. Hier bracht man einen guten Ratgeber.

Fehlende Verträge. In den Betrieben von Gründern hilft oft die ganze Familie mit. Geschieht dies ohne Arbeitsvertrag und Gehalt, verschenkt die Familie Steuern. Denn bei der Einkommensteuer hat jedes Familienmitglied eine ganze Reihe persönlicher Freibeträge, die oft ungenutzt verfallen.
Oft leihen Familienangehörige auch Geld oder stellen Räumlichkeiten zur Verfügung. Es ist steuerlich sinnvoll Darlehensverträge und Mietverträge abzuschließen. Hier sollten Sie Ihre Fachberater der Immobilienakuthilfe nach entsprechenden Verträgen fragen.

Falsches Timing bei der Umsatzsteuer. Viele Gründer beantragen in der Anfangsphase dauerhaft eine Fristverlängerung zur Voranmeldung der Umsatzsteuer. Gleichzeitig mögliche Vorsteuer-Erstattungen kommen dann erst einen Monat später.

Fehler bei der Umsatzsteuer. Wegen nicht ordnungsgemässer Belege (z.B. ist auf Rechungsbelegen für gekaufte Waren die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen) wird der Vorsteuerabzug nicht anerkannt.

Falsche Buchführung. Falsche Kontierung, Verbuchung, fehlerhafter Belege, auf denen die Mehrwertsteuer fehlt, Zeitverzögerung bei der Durchführung führen dazu, dass zu wenig oder zu spät Umsatzsteuer gezahlt wird.
Bei Anträgen auf Herabsetzung von Steuervorauszahlungen können dem Finanzamt keine aussagefähigen Unterlagen vorgelegt werden.

Die richtige Absicherung bei Selbständigkeit

Tipps zur persönlichen Absicherung, Versicherungen für Selbständige

Schwerpunkte setzen. Versicherungen gibt es für alle Gefahren. Hier die Schwerpunkte setzen; was brauche ich was brauche ich nicht. Bei Unsicherheit einen Finanzberater der Schuldnerakuthilfe kontaktieren.

Verschiedene Angebote einholen, sorgfältig entscheiden. Versicherungen sind unterschiedlich bei Leistungen, Preisen und Bedingungen. Deswegen zu jeder Versicherung verschiedene Angebote einholen. Hier können auch die Zeitschriften der Stiftung Warentest oder Finanztest sowie der Berater der Immobilienakuthilfe eine Hilfe und guter Ratgeber sein.
Nicht zum Abschluß drängen lassen. Selbst den Vertreter kontaktieren und sich nicht bedrängen oder belästigen lassen.

Keine Packetlösungen. Jeder Versicherungsschutz sollte auf Ihre speziellen Probleme abgestimmt sein. Packetlösungen sind mesitens viel zu teuer und enthalten Zusätze die man nicht braucht.

Gesetzliche und private Versicherungen. Informieren Sie sich vor dem Abschluss privater Versicherungsverträge über gesetzliche Versicherungen. Immer erst mit gesetzlichem Rentenversicherungsträgern und gesetzlicher Krankenkasse reden. Eine vorschnelle Abkehr von gesetzlichen Versicherungen kann später Nachteile haben. (Verlust von bereits erworbenen Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, keine Rückkehrmöglichkeit in die günstigere gesetzliche Krankenversicherung).

Keine langen Vertragslaufzeiten. Lange Vertragslaufzeiten sind für den Versicherungsnehmer kein Vorteil. Die Laufzeit der Verträge sollte, außer in der Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung nur ein Jahr betragen. Man kann so jederzeit in günstigere Verträge wechseln.

Altersvorsorge. Altersversorgung sollte auf mehrere Standbeine gestellt werden. Neben der staatlichen Absicherung gibt es weitere Möglichkeiten wie Aktien, Rentenpapiere, Fonds, Immobilien.

Steuern

Welche Steuern muss man wann und wie und in welcher Höhe bezahlen?

Steuer bei Selbstständigkeit, Existenzgründung Ratgeber

Umsatzsteuer. Diese Steuer bezahlt jeder Unternehmer (Ausnahmen typische Umsätze bestimmter Berufsgruppen z. B. Ärzte, Physiotherapeuten). Sie wird zum 10. des Folgemonats nach einem Vorauszahlungszeitraum (Monat oder Vierteljahr) bezahlt.

Einkommensteuer. Dies bezahlen Unternehmer und natürliche Personen in Vierteljährlicher Vorrauszahlung. Die Steuererklärung erfolgt nach Ablauf des Kalenderjahres.

Körperschaftsteuer. Diese Steuer wird bei GmbH, AG, Genossenschaften fällig. Sie wird in Vierteljärliche Vorrauszahlung bezahlt. Die Steuererklärung erfolgt nach Ablauf des Kalenderjahres.

Gewerbesteuer. Alle Gewerbetreibende aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistungen (ausgenommen Freie Berufe und Landwirtschaft)bezahlen diese Steuer in Vierteljährlicher Vorrauszahlung. Die Steuererklärung erfolgt nach Ablauf des Kalenderjahres.

Kirchensteuer. Erwerbstätige Angehörige der ev. oder kath. Kirche bezahlen diese Steuer. Die Steuererklärung erfolgt nach Ablauf des Kalenderjahres.

Vorsteuer abziehen. Jeder umsatzsteuerpflichtige Unternehmer (Ausnahmen z. B. Ärzte, Krankengymnasten)kann dies bei Entrichtung der Umsatzsteuer tun.

Lohnsteuer. Diese Steuer bazahlt jeder Arbeitgeber für seinen Arbeitnehmer je nach Auszahlung des Lohnes. Meistens monatlich.